Resilient Leaders

Sie haut nichts um?

Mit dem "FiRE-Modell der Resilienz“ zu mehr Leistungsfähigkeit und Souveränität im Angesicht von Druck, Komplexität und Unsicherheit

Von Ihnen als Manager wird erwartet, dass Sie gestalten, Entscheidungen treffen und Menschen führen, um Ihr Unternehmen erfolgreich zu machen. Das sorgt zwar für große Gestaltungsspielräume und Befriedigung, aber auch für ein ordentliches Maß an Druck: Ein übervoller Terminkalender, zahlreiche Dienstreisen und wenig wirklich freie Zeit bestimmen den Lebensrhythmus. Die Verantwortung für das Unternehmen, die Mitarbeiter sowie die eigene Karriere wiegen häufig schwer. 

Eine neue Kernkompetenz von heutigen Führungskräften ist daher ihre Widerstandsfähigkeit, die auch als Resilienz bezeichnet wird. Resilienz beschreibt dabei die Fähigkeit von Menschen, mit Leistungsdruck, Veränderungen und Krisen konstruktiv umzugehen, handlungsfähig zu bleiben und schlussendlich sogar gestärkt aus ihnen hervor zu gehen. Ein Teil dieser Fähigkeit ist dabei angeboren, vieles kann erlernt werden.

Zu diesem Zweck haben wir in den vergangenen zehn Jahren - nach umfangreicher Forschung und kontinuierlicher Weiterentwicklung -  das "FiRE-Modell der Resilienz“ entwickelt, dessen einzelne Ebenen individuell im Rahmen von Coaching-Prozessen oder Workshops analysiert und bearbeitet werden. "FiRE" steht für Factors for improved Resilience Effectiveness.

 

 

  • Persönlichkeit
    Sie bildet den Kern des Modells und steht für genetisch bedingte sowie während der Prägephase angenommene Eigenschaften der Persönlichkeit. Sie ist die „Sphäre der Resilienz“, die sich am schwersten beeinflussen lässt, da sich die „persönliche Grundausstattung“ jedes Menschen nur in Facetten verändern lässt. Bei der Arbeit auf dieser Ebene geht es vor allem um Selbsterkenntnis und Eigenreflexion. Begleitet werden kann diese Persönlichkeitsarbeit von externem Feedback und professionellen Tools wie z.B. Workplace Big Five.

  • Biografie
    Erfahrungen und bewusst oder unbewusst getroffene Entscheidungen über das Leben verfestigen sich im Laufe der Sozialisation zu mentalen Mustern, die oftmals die Selbststeuerung von Managern und ihr Führungsverhalten beeinflussen. Auf der einen Seite können diese tief in der Person verborgenen Überzeugungen ungeahnte Energien freisetzen, auf der anderen Seite haben sie aber auch unter Umständen negative Auswirkungen auf das soziale Umfeld und die persönliche Zufriedenheit. Überstandene Lebenskrisen sind ein anderer Aspekt dieser Sphäre, da sie ein wichtiger Erfahrungsschatz für den konstruktiven Umgang mit zukünftigen Stresssituationen sind.

    In dieser Ebene geht es vor allem um die Bewusstmachung und Überprüfung dieser mentalen Programme und ggf. um ihre Aktualisierung. 

  • Haltung
    Die innere Haltung spielt eine zentrale Rolle bei der Bewältigung von Druck, Krisen und Rückschlägen. Wer beispielsweise statt der Gestalter-Rolle die Opfer-Haltung für sich wählt und häufig andere für sein Schicksal verantwortlich macht, kann nicht kraftvoll und souverän agieren. Die Opferrolle wieder loszulassen ist oft nicht leicht. Wir alle wissen das. In dieser Ebene entwickeln wir mit unseren Klienten Strategien für den positiven Rollenwechsel.

  • Mentale Agilität
    In dieser Sphäre dreht sich alles um die Fähigkeit und den Willen, sich immer weiter zu entwickeln, flexibel auf unsere sich rasant verändernde Umwelt einzustellen und mit Unsicherheit und Komplexität souverän umzugehen. Die Offenheit für neue Erfahrungen ist in der menschlichen Persönlichkeit unterschiedlich stark ausgeprägt - aber jedermann kann seinen geistigen Agilitäts-„Muskel“ durch das Verlassen seiner Komfortzone trainieren.

  • Energie-Management
    In diesem Bereich beschäftigen wir uns mit einfachen und schnell wirksamen Mechanismen um ihr eigenes Energielevel und damit ihr Wohlbefinden zu verbessern. Sehen sie sie als 1. Hilfe-Set für jeden, der sich wieder erden und seine Batterien aufladen möchte, um schwierigen Situationen gut vorbereitet und mit mehr Abstand begegnen zu können.

    Ob sie dafür Sport treiben, klassische Musik hören, ins Spa oder Theater gehen, etwas basteln oder etwas ganz anderes tun, hängt von ihren persönlichen Vorlieben ab und ist somit absolut individuell.  In dieser Ebene geht es daher darum, entsprechende Strategien der Selbststeuerung für Sie zu entwickeln, mit denen sie ihre Emotionen und Gedanken bewußt kontrollieren und so - auch unter großem Druck - nicht im Hamsterrad stecken bleiben.

  • Geist-Körper-Achse
    Die Neurowissenschaften zeigen uns, dass Körper, Gedanken und Emotionen viel enger miteinander verbunden sind und sich stärker wechselseitig beeinflussen, als bisher bekannt. 

    Deswegen sollte Ihnen auch die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt werden, was sich aber - gerade auf der körperlichen Ebene - nur zu oft nicht mit dem Lebensstil eines Managers vereinbaren lässt: Hohe Arbeitsbelastung, häufiges Reisen und eine „keine Schwächen-Kultur“ machen ein gesundes Verhältnis zu den eigenen Energiereserven schwierig.

    Die Arbeit an der Hirn-Körper-Achse berücksichtigt Schlafmenge, Ernährungsgewohnheiten und verschiedenste körperliche Betätigungen bis hin zu Meditationen. Tatsächlich ist der Körper der stärkste Hebel, um die emotionale Einfärbung der Gedanken und damit die eigene Leistungsfähigkeit und Souveränität positiv zu beeinflussen.

    Besonders erfolgreich ist z.B. „Mindfulness-Based Stress Reduction“ (MBSR), die körperliche und Wahrnehmungs-Übungen kombiniert. Messungen der „Heartrate Variability“ (HRV) sind ein wichtiger Indikator des Stresslevels, dem ein Mensch ausgesetzt ist.

  • Authentische Beziehungen
    Netzwerke von Vertrauten, in dem Macht und Titel keine Rolle spielen, sind für die Bewältigung von Druck, Rückschlägen und Unsicherheiten von großer Bedeutung für Manager, von denen immer erwartet wird, dass sie für alle Probleme eine Lösung haben. In authentischen Beziehungen zu Freunden, engen Kollegen, Mentoren oder Coaches dürfen Manager Zweifel und Ängste äußern, was diese Beziehungen so wertvoll macht.

    In dieser Ebene geht es daher um eine Inventur und Bewertung Ihrer vorhandenen Beziehungen in Bezug auf ihr Unterstützungspotential.

  • Sinn
    Viele erfolgreiche Menschen führen ein Leben auf der Überholspur. Die Schlüsselfrage, die sich jeder stellen sollte ist die nach dem „höheren Ziel“ für das Sie das alles tun. Die Antworten auf diese Frage liefern das Wertesystem für die Handlungen eines Menschen.

    Denn nur wer einen solchen Sinn in seinem Handeln sieht, hat auch die nötige Energie, Krisen und Rückschläge konstruktiv zu verarbeiten. Sinn ist dabei häufig nicht einfach da, sondern muss aktiv erarbeitet werden. In dieser Ebene geht es daher darum, die Sinnfrage für sich zu klären.